Freiwillige Feuerwehr Edlitz

Notruf 122

Kuriose Fahrzeugbergung im „Göswald“

Zu einer kuriosen Fahrzeugbergung wurde gegen 17:30 Uhr am späten Dienstagnachmittag (22.07.2014) die FF Edlitz gerufen. Einsatzort war der „Göswald“ in Edlitz. Bereits einen Tag zuvor, fuhr ein Lenker in den mit Schranken gesicherten Waldweg des „Göswald“ ein. Im Normalfall lassen die Leute ihr Fahrzeug vor dem Schranken, kurz nach der asphaltierten Strasse stehen, und gehen zu Fuß in den Wald. Nicht aber der Lenker dieses Fahrzeuges. Er fuhr knapp 2.5 Kilometer den Waldweg entlang, kam dann von diesem ab und rutschte abseits des Weges gegen einen Baum. Dieser verhinderte einen weiteren Absturz in den darunterführenden Bach.

Er dürfte noch selbst versucht haben, sein Fahrzeug zurück auf den Weg zu bringen, was jedoch misslang, da sich das Fahrzeug immer weiter eingegraben hat. Also trat er entschlossen den Rückzug an und ging die gesamte Strecke zu Fuß nach Hause. Er fand es aber nicht der Rede wert, jemand über den Vorfall zu verständigen!

Am Tag darauf, also Dienstag (22.07.2014) wurde das Fahrzeug von Schwammerlsucher entdeckt, die umgehend die Polizei verständigten. Von den Beamten wurde mit Hilfe der Kennzeichen der Lenker ausgeforscht. Weiters wurde die Feuerwehr Edlitz damit beauftragt, das Fahrzeug „aus dem Wald zu holen“.

Das Kranfahrzeug sowie das Kommandofahrzeug und 10 Mann setzten sich zum „Expeditionseinsatz“ in Marsch. Kurz nachdem die schweren Fahrzeuge in den engen Waldweg einfuhren, wurde den beiden Lenkern alles an fahrerischen Können abverlangt. Nach rund 2.5 Kilometer Fahrt quer durch den „Göswald“ wurde das „elegant geparkte“ Fahrzeug vorgefunden. Mittels Kran war der Pkw rasch geborgen und aus dem Wald, der aufgrund des mittlerweile heftig einsetzenden Regens aufgeweicht war, in Schrittgeschwindigkeit verlassen.

Über diesen Einsatz wird man im Edlitzer Feuerwehrhaus sicher noch lang mit einem grinsenden Gesicht reden. Es kommt öfter vor, dass man im Feuerwehrdienst zu kuriosen Einsätzen gerufen wird, jedoch übertraf diese Bergung bis heute alles!

Fotos: Einsatzdoku